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10.09.2012 - Übersicht | Drucken

Rettung aus brennendem Haus

Biesenthal (MOZ) Feuerwehren, Hilfsorganisationen sowie Vereine und Verbände haben sich am Sonnabend beim "Tag der Helfer" in Biesenthal präsentiert.


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"Zieh, zieh, zieh". Die Zuschauern feuern den Feuerwehrmann an. Steve Lützow aus Ruhlsdorf steht der Schweiß auf der Stirn.Doch er kämpft sich durch. Gerade hat er einen Schlauch ausgerollt, nun folgen 50 Hammerschläge. "Es ist ziemlich anstrengend", bekennt der junge Mann in einer Pause. Doch die ist nur kurz. Die zweite Station im Wettbewerb um den "Stärksten Feuerwehrmann" muss absolviert werden. Steve Lützow schleppt einen 20-Liter-Kanister und schließlich noch einen Dummy, Gewicht 52 Kilogramm. Irgendwann ist der Ruhlsdorfer Feuerwehrmann erschöpft - aber auch glücklich, es geschafft zu haben. Insgesamt zehn Männer und eine Frau hatten sich dem Wettkampf gestellt.

Der "Tag der Helfer" begann am Morgen mit einer kleinen Sternfahrt von Einsatzfahrzeugen durch Biesenthal. "Damit haben wird noch einmal auf unsere Veranstaltung aufmerksam gemacht", sagte der stellvertretende Ortswehrführer Horst Feldhahn. Und das hatte sich anscheinend gelohnt. Am Nachmittag tummelten sich viele Besucher auf dem Gelände am Grünen Weg, geboten wurde eine Menge. Es gab Übungen der einzelnen Wehren, ein Kinderprogramm der Grundschule Biesenthal, Puppentheater sowie Vorführungen der Verkehrswacht.

Von der Tribüne aus - sie war in diesem Jahr zum ersten Mal aufgebaut worden - konnten die Besucher beispielsweise eine Rettung aus einem Schacht verfolgen. "Das ist immer eine schwierige Sache", erläuterte Feuerwehrmann Nick Hilgert. Doch die Biesenthaler sind auf derartige Fälle gut vorbereitet. Sie verfügen über ein Hubrettungsfahrzeug, das mit einem Gerät zum Ab- und Aufseilen ausgestattet ist. "Wir können das auch bei Windkraftanlagen nutzen, die immer öfter in unserer Region zu finden sind", so Hilgert.

Der Kreisfeuerwehrverband stellte eine Fettexplosion nach, die sich in jeder Küche ereignen kann und verriet auch, wie man sich dann am besten verhält. Die Verkehrswacht Oranienburg war mit einem Motorrad-Simulator vertreten. Darüber hinaus wurde auch ein Unfall mit Überschlag simuliert. "Der soll vor allem zeigen, wie wichtig es ist, sich immer im Auto anzugurten", so Reinhard Kasten.

Ein Höhepunkt des Nachmittags war sicher die Übung mit einem Stuntman aus Potsdam- Babelsberg. Das Ralf-Möller-Double übergoss sich dabei mit Benzin und wurde anschließend aus einem brennenden "Haus" gerettet. Die Feuerwehren aus Melchow und Schönholz rückten zum Löschen an, während der Stuntman zunächst medizinisch versorgt wurde und dann ins Krankenhaus kam.

Auch die Liebhaber älterer und moderner Technik kamen am "Tag der Helfer" auf ihre Kosten. Die Biesenthaler zeigten unter anderem ihr neues Tanklöschfahrzeug aus dem Baujahr 2011. Die Kameraden aus Clausthal-Zellerfeld scheuten nicht den weiten Weg aus dem Harz, um ihr Schmuckstück, eine Drehleiter DL-22 der Firma Metz, einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Über ihre Arbeit informierten auch die Rettungsdienst Landkreis Barnim GmbH, die gegenwärtig zehn Wachen zwischen Seefeld und Joachimshal unterhält und zwei Notarzteinsatzwagen besitzt, und die Johanniter-Unfall-Hilfe.

Ortswehrführer Rainer Strempel zeigte sich zufrieden. "In diesem Jahr hatten wir einige Neuerungen, die noch mehr Zuschauer anlockten", sagte Strempel. Am Abend wurde dann noch kräftig gefeiert. Mit der Band "Potstock" aus Potsdam gab es den "Tanz bei der Feuerwehr".



Michael Krüger, 01.11.2012, 19:17 Uhr
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