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18.03.2013 - Übersicht | Drucken

Traktor um Traktor ins neue Haus

Wandlitz (MOZ) Auch wenn das Barnim-Panorama in Wandlitz erst im September eröffnet wird, der Umzug des Agrarmuseums hat bereits begonnen. Am Sonnabend wurden rund 15 Traktoren vom alten Haus in das neue Besucherinformationszentrum gefahren.


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Die Strecke vom Magazin zum neuen Standort ist zwar nur kurz, dennoch kam der Wechsel an den neuen Standort vielfach einer kleinen Paradefahrt gleich. Etliche der historischen Maschinen sind auch heute noch fahrtüchtig und ohne Probleme einsatzbereit, andere wurden gezogen. Und so klang das charakteristische tiefe Tuckern der Motoren immer wieder durch die Breitscheidstraße, wenn die Ahnen der heutigen landwirtschaftlichen Zugmaschinen von der einen Straßenseite auf die andere wechselten. Bewerkstelligt wurde dies von ehrenamtlichen Helfern des Fördervereins des Wandlitzer Agrarmuseums, die sich auch sonst um die Technik kümmern.

Bereits am vergangenen Wochenende waren rund 30 weitere ehrenamtliche Helfer vom Bürgerkreis und von der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz gewesen. Sie transportierten ebenfalls größere Geräte wie einen Milchwagen und Brunnenbohrer, aber auch Bienenkörbe in das neue Haus. Die Feuerwehr kümmerte sich insbesondere um den Pferdespritzenwagen.

Mit diesen Aktionen ist der Umzug noch lange nicht abgeschlossen. Viele andere Museumsstücke können jedoch verpackt und so in Kisten und Kartons transportiert werden. Wenn die schwerere Technik und die Traktoren an ihren neuen Standort gebracht werden, dann "ist das schon ein imposanter Höhepunkt", sagte Reinhold Dellmann, Vorsitzender des Fördervereins des Agrarmuseums. Nicht weniger Anerkennung findet die Wandlitzer Bürgermeisterin Jana Radant für das Engagement der vielen Helfer.

Ein weiterer Höhepunkt wird im April folgen. Dann soll der aufgearbeitete Claas-Mähdrescher aus dem Jahr 1937 wieder zurückgebracht werden. Der Landmaschinenhersteller aus dem nordrhein-westfälischen Harsewinkel schenkt dem Agrarmuseum die Restaurierung des Mähdreschbinders zum Einzug in das neue Haus. Vermutlich gibt es nur noch fünf derartige Maschinen in Deutschland.

Für den Förderverein nähert sich mit dem Eröffnungstermin des Barnim-Panoramas ein lang gehegter Traum. Der Verein war 1991 gegründet worden, damals schon mit dem Ziel, ein Haus zu erhalten, in dem die umfangreichen Schätze des Museums angemessen aufbewahrt und für die Öffentlichkeit zur Geltung gebracht werden können. "Allein die Zeichnungen und Modelle, die in der Zwischenzeit angefertigt wurden, könnten eine ganze Sonderausstellung füllen", sagte Dellmann, der selbst mit dem Vorhaben befasst war. Erst als es die lange Zeit fehlende Förderstruktur für das Besucherzentrum mit Naturpark und Agrarmuseum gegeben habe und alle an einen Strang gezogen hätten, habe das Vorhaben realisiert werden können. Das neue Gebäude kostet insgesamt rund 5,7 Millionen Euro. Es wird mit rund 3,6 Millionen Euro von der EU gefördert. Ein Viertel der Kosten tragen die Gemeinde und das Land Brandenburg.

Mit der Eröffnung des Barnim-Panoramas wird die Arbeit nicht weniger. "Die bisherige Dynamik muss dann für den laufenden Betrieb aufgebracht werden", sagt Dellmann. Bewährtes wie "Musik im Museum" werden fortgesetzt. Darüber hinaus seien mehrteilige Angebotspakete für verschiedene Zielgruppen erforderlich, die gemeinsam mit dem Tourismusverein, Gastronomen und Hoteliers geschnürt werden könnten.

Quelle: MOZ Bernau



Michael Krüger, 26.08.2013, 23:13 Uhr
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